Am südlichsten Ende der Welt!
11 06 2012Kia Ora meine Lieben!
Am Sonntag waren Anna-Lena und ich auf dem Mt Iron und haben einen Blick auf Wanaka geworfen. Der Aufstieg war anstrengend, aber der Ausblick dafür atemberaubend! Zum Abendessen haben wir uns eine leckere (selbstgemachte!) Pizza gemacht und danach hatten wir einen lustigen Spieleabend mit zwei anderen Deutschen, die wir in Franz Josef kennengelernt hatten. Diese Beiden begleiteten uns schon seit ein paar Tagen…wir haben sie immer wieder getroffen!
Am Montag sind wir in das Museum „Puzzeling World“ gegangen! Das war vielleicht witzig! Alles ist dreidimensional gebaut und somit werden die Sinne getäuscht! Wasser kann plötzlich auch bergauf fließen und feste Bilder bewegen sich! Unglaublich! Zum Schluss sind wir noch in ein Labyrinth gegangen und wir haben 1 ½ Stunden gebraucht, um da wieder raus zu finden! Wir hatten so viel Spaß! Danach haben wir uns mit Vorräten für die nächsten Tage eingedeckt, unsere Weiterreise geplant und ein Brot gebacken. Am Abend mussten wir unsere „sieben Sachen“ wieder packen, denn wir wollten am nächsten Tag nach Queenstown fahren.
Der Bus nach Queenstown war für Dienstag schon voll ausgebucht, deshalb beschlossen wir mit den beiden Deutschen (oben genannt) weiterzureisen. Sie nahmen uns bis Queenstown mit und setzten uns am Hostel ab. Leider regnete es den ganzen Tag, deshalb konnten wir nur kurz durch die Stadt laufen und keine Sightseeingtour machen. (Da wir aber noch ein paar Tage in Queenstown haben werden, war das gar nicht schlimm.) Danach haben wir einen letzten Abend mit unseren neu gewonnenen Freunden aus Deutschland verbracht.
Am Mittwoch ging es dann los Richtung Dunedin. Dunedin ist eine „schottische Studentenstadt“ und wir kamen gegen Abend im Hostel an. Vorher waren wir auf der steilsten Straße der Welt und alleine auf dieser Straße zu laufen war so anstrengend, als würde man den Mt Everest besteigen! 🙂 Außerdem hatten wir eine kleine Stadtführung von unserem Busfahrer und so haben wir das große Rugby-Stadion, die Railwaystation, die Bierfabrik und die Schokoladenfabrik gesehen. Wir beschlossen für den nächsten Tag eine Schokoladenfabriktour zu buchen. Am Abend liefen wir noch mal durch die Stadt, um das „Großstadtfeeling“ zu genießen.
Am Donnerstag ging es gleich nach dem Frühstück zu der „Cadbury“ Schokoladenfabrik. Dort hatten wir eine ganz interessante Führung durchs Werk und wir haben alles über die Schokoladenherstellung erfahren. Es roch super lecker und wir konnten auch mal naschen! 😉 Wir haben den größten Schokobrunnen der Welt gesehen…innerhalb weniger Sekunden floss eine Tonne Vollmilchschokolade an uns vorbei! Einfach beeindruckend!! Im Schokoladenlabor hätte ich mir am liebsten gleichen einen Job klargemacht, aber jeden Tag die „Geschmacksprobe“ durchzuführen, ist vielleicht nicht ganz so gesund! Nach der Führung sind Anna-Lena und ich in die Stadt gegangen und ich war endlich mal beim Friseur! Nach drei Monaten Reisen, Sonne, Wind und Salzwasser waren meine Haare ziemlich kaputt und ich musste dringend etwas dagegen tun! Den Tag haben wir mit einen gemütlichen Stadtbummel ausklingen lassen.
Am Freitag haben wir einen laaaaangen Spaziergang gemacht. Wir sind durch die Stadt zum Strand gelaufen, danach Richtung Hafen und wieder zurück in die Stadt. Somit haben wir auch mal wieder den Pazifik gesehen und eine frische Meeresbrise gespürt. Das Wetter war sehr wechselhaft und immer wieder waren ein paar Regentropfen dabei. (Zum Glück kein Schnee!) Wir sind an der berühmten Railwaystation von Dunedin vorbeigekommen und auf dem Rückweg habe ich mir einen leckeren „Starbuckscafe“ gegönnt, um aus der Kälte zu kommen. Am Abend mussten wir wieder packen und früh ins Bett, denn die Weiterreise nach Invercargill war für 7.30 Uhr am nächsten Morgen geplant.
Am Samstag ging es also früh los, aber das hat sich auch gelohnt! Wir haben einen schönen Sonnenaufgang gesehen und dabei auch gleich noch einen Seelöwen entdeckt. Danach sind wir weiter zu den „Nugget Point“ gefahren, um dort (auch bei schlechten Wetter) ein Stück zu laufen und den Leuchtturm und die „Nuggets“ (Felsen im Wasser) zu sehen. Danach haben wir einen kleinen Abstecher bei den „Purakaunui Fall“ gemacht. (Das ist ein wunderschöner Wasserfall, zu dem man über einen kleinen Wanderweg gelangt.) Nach einem langen Strandspaziergang in „Papatöwai“ sind wir zum „Florence Hill“ gefahren und dort hatten wir eine super Aussicht! Und schließlich sind wir zum südlichsten Punkt von Neuseeland gefahren! Das war also wirklich „das Ende der Welt“. Dort kann man sogar Pinguine sehen, wenn man Glück hat! (Wir hatten Glück! 🙂 ) Es war so kalt dort, dass wir recht schnell nach Invercargill weitergefahren sind. Dort kamen wir erst am Abend an und nach einem kleinen Stadtspaziergang sind wir auch gleich ins Bett (war ja mittlerweile schon 0 Uhr!).
Um kurz nach 6 Uhr klingelte der Wecker wieder und es ging weiter Richtung Te Anau und den berühmten Milford Sound. Am Lake Te Anau haben wir eine kleine Frühstückspause gemacht und danach sind wir durch den „Fjordland Nationalpark“ gefahren. Dort haben wir wunderschöne Wasserfälle, Regenwälder und ganz viele schneebedeckte Berge gesehen. Außerdem waren wir bei den „Mirror Lake“ und ein atemberaubendes Panorama hat uns umgeben! Über einen hohen Berg kamen wir schließlich zum Milford Sound. Tja was soll ich dazu jetzt schreiben…mir fehlen die Worte! Es war einfach wunder-wunder-wunderschön dort! Kein Wort kann beschreiben, und kein Bild kann zeigen, was die Natur dort geschaffen hat! Es ist einfach nur „amazing“, „awesome“ und „beautiful“ in Einem! Nach der Bootstour haben wir uns noch die Unterwasserwelt vom Milford Sound angeguckt. Dort gibt es die vom Aussterben bedrohten „black coralls“ (die eigentlich weiß sind!). Mit dem Bus ging es dann über Te Anau wieder nach Queenstown zurück. Am späten Abend kamen wir im Hostel an.
Eins ist klar…die nächsten Tage werden wir ruhig angehen lassen, denn so viele Bilder und Eindrücke müssen auch erst mal verarbeitet werden! Schon in ein paar Tagen geht es weiter nach Christchurch und dann nach Australien, deshalb gönne ich mir jetzt ein bisschen mehr Ruhe! 🙂
Ich melde mich bald wieder,
Liebe Grüße
Eure Christiane
















































